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Open Source und Schule (Version 1)

Ob Kompatibilität, sicherheitspolitische Aspekte oder die Langzeitkosten: viele Argumente, die für den Einsatz von Open-Source oder freier Software sprechen, bekommen im schulischen Umfeld ein noch schwereres Gewicht. Alleine der Grund, dass Open-Source-Software häufig kostenlos ist und damit von Schülerinnen Und Schülern auch zu Hause ohne zusätzliche Investitionen zu nutzen sind, spricht für den Einsatz von Open-Source-Software. Weitere Begründungen sind von Richard Stallmann festgehalten worden. Wer tiefer in die Materie von Freier Software einsteigen möchte, dem sei das Buch von Volker Grassmuck empfohlen.

Aus den dort zu findenden Gründen pflege ich nun in diesem Blog-Eintrag eine Liste von freien Open-Source-Programmen, die im Bildungsbereich auf allen großen Plattformen (Linux, macOS und Windows) eingesetzt werden können. Software, die nur auf einer dieser Plattformen zu Hause ist, werde ich hier nicht aufführen, da auch dann wieder die allgemeine Verwendbarkeit durch alle Schüler eingeschränkt wäre.

LibreOffice

Die wahrscheinlich bekannteste freie Office-Software sollte Standard im Bildungsbereich sein.

Firefox

Für den Zugang zum Netz sollte ein freier Browser genutzt werden, der Suchmaschinen aller Richtungen unterstützt und die Nutzer nicht zum Daten sammeln mißbraucht. Mittlerweile auch für Android und iOS erhältlich.

VLC-Player

Der freie Medienplayer unterstützt die meisten Formate und ist sogar auf den mobilen Plattformen vorhanden.

Gimp

Das freie und mächtige Bildbearbeitungsprogramm hat sich in den letzten Jahren nicht nur bei den Werkzeugen, sondern auch in der Bedienoberfläche stark weiterentwickelt. Insbesondere der Einzelfenster-Modus dürfte vielen Neueinsteigern gefallen.

Cryptomator

Wer Dateien kostenlos in seinem Cloud-Speicher verschlüsseln möchte, dem sei Cryptomator ans Herz gelegt, das auch auf den mobilen Plattformen Clients anbietet bzw. anbieten wird.

Marp

Ein einfaches Präsentationsprogramm, das auf Markdown basiert, mathematische Formeln in Tex-Notation umsetzen und Programm-Code schön formatiert darstellen kann (Syntax-Highlighting) ist in bestimmten Situationen sehr hilfreich. Für mich ist Markdown auch ein starker zukünftiger Standard im Datei-Format-Wirrwarr.

Moeditor

Aus einer Präsentation in Marp kann mit dem Moeditor schnell eine Pdf-Datei als Arbeitsblatt erstellt werden. So verliert man keine Zeit mit aufwändigem Setzen von mathematischen Formeln und Programm-Code.

TexitEasy

Mein aktueller Favorit unter allen Latex-Editoren. Insbesondere der Makro-Editor ist für mich ein mächtiges Werkzeug beim erstellen von Tex-Dokumenten geworden.

Audacity

Immer noch der Standard-Editor unter den Audio-Editoren.

BlueJ

Ein Java-Editor speziell für den Bildungsbereich.

NextCloud

Open-Source-Cloud-Software hervorgegangen aus dem OwnCloud-Projekt.

GeoGebra

DER Standard unter den dynamischen Mathematik-Programmen.

Open Sankore

Die freie Whiteboard-Software aus Frankreich.

Tipp10

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